Die Woche hatten Gnislew und ich ein Beratungsgespräch bei der Fitness Company. Und wie frustrierend das war, werde ich jetzt schildern.
Das Konzept von Fitness Company kenne ich schon aus England. Dort war ich nämlich bei Fitness First (Mutterfirma) Mitglied und war es gerne. Gemütliche Trainingsräume, angenehme Unterhaltung durch Fernseher, sauber – vor allem die Umkleidungsräume.
Diese Woche konnte ich mich davon überzeugen, dass dasselbe auch für Fitness Company gilt.
Umso frustrierender wurde dann das elend lange finanzielle Beratungsgespräch. Wir saßen da bei Fitness Company in den Schadow-Arkaden und die nette Dame (bis vor 3 Monaten Reisekauffrau) listete uns die Preise auf. Zunächst wäre da der Mitgliedspreis von saftigen 69,95€ monatlich für einen Jahresvertrag, 79,95€, wenn man nach 3 Monaten kündigen können möchte.
Dass ich diesen Preis runterhandeln wollte, wusste ich vorher. Ich hatte mir nämlich von Bekannten erzählen lassen, dass sie nur 29,95€ bzw. 39,95€ zahlen müssen. Aber erstmal weiter…
Denn was dann kam, nahm mir jeglichen Willen, jemals in diesem Leben wieder dieses Studio zu betreten. Fitness Company möchte von Ihren Neumitgliedern eine einmalige Verwaltungsgebühr von 39€. Es kann sein, dass ich mich bei dem Preis um plus minus 10€ vertue, das ganze Gespräch ist im Nachhinein sehr schwammig. Mit welchem Preis ich mich jedoch defintiv nicht vertue ist die einmalige Clubgebühr von EINHUNDERTNEUNUNDNEUNZIG EURO. Noch mal zum notieren: 199€. Ein Neumitglied (ob nun für jährlichen oder 3 Monatigen Vertrag) zahlt also erstmal einen stolzen Preis, bevor es sich als Mitglied behaupten darf. Da das aber nicht reicht, damit das Fitness Studio „finanziell überleben“ kann, gibt es noch eine jährliche Servicepauschale von… lass mich nicht lügen, nochmal 49€ (wieder plus minus 10€). Die muss man aber „erst“ nach 3 Monaten zahlen. Weil es ja an den ca. 50€ hängt, dass man nicht Mitglied wird, weil man so viel Geld auf einmal nicht aufbringen kann (zwinker).
Ich hatte der „Dame“ von Fitness Company erzählt, dass ich Fitness First kenne und während des kompletten Termins bezog sie sich regelmäßig darauf. Was sie lieber hätte lassen sollen. Denn in England hatte ich zwar eine monatliche Gebühr von ca. 40 Pfund, vielleicht eine Aufnahmegebühr, aber das war es auch schon. Ich habe auch ganz frech erwähnt, dass man in England mit einem derartigen Geldkonzept Selbstmord begeht.
Was bei Fitness Company aber fehlt, sind die unterschiedlichen Vertragstypen. Ich geh in ein Studio, weil ich Cardio-Geräte nutzen möchte, vielleicht einmal die Woche Gewichte für Muskelstabilität. Ich brauche keine Kurse, ich brauche keine Sauna, keinen Zugriff zum Solarium. Ich brauche auch definitiv keine Videothek von meinem Fitnessstudio. Fitcom (kurz für Fitness Company) macht da aber keinen Unterschied: du zahlst ca. 1100€ im Jahr, ob du das Personal und die Extras in Anspruch nimmst oder nicht.
Was man Fitness Company lassen muss, ist, dass sie scheinbar nur die Menschen ausnehmen, die so blöd sind, sich ausnehmen zu lassen, denn man kann mit ihnen verhandeln. Nach vielem Hin und Her und vielen Rückfragen beim „Chef“ hatten wir nämlich eine Monatliche Pauschale von 50€ ausgehandelt, eine Servicepauschale von 20€, eine Clubgebühr von 30€ und eine Aufnahmegebühr (bzw. Verwaltungsgebühr) von 40€. Billiger wird es nur, wenn man auf die seltenen Angebote von Fitcom wartet. Am besten lässt man sich dafür in die Callcenter-Liste von Fitcom aufnehmen, indem man irgendwie auf der Fitcom Internetseite seine Daten hinterlässt. Weil das Callcenter meldet sich bestimmt mit Sonderangeboten, ob man will oder nicht.
Ich hätte gerne die ausgehandelten Preise in Anspruch genommen, wäre doch die Fitness Company so flexibel gewesen, mich erst im Februar Mitglied werden zu lassen. Nein, ich sollte sofort unterschreiben und gleich ab morgen Training beginnen. Schade nur, dass im Januar mein Geld anders verplant ist und dass ich Prüfungen habe und somit eher keine Zeit, meine Mitgliedschaft erstmal zu genießen.
Jetzt muss ich nächstes Mal wieder kommen und wieder ein 3 Stunden Gespräch führen (deren Personal sinnlos in Anspruch nehmen), um den Preis von neuem runterzuhandeln.
Wenn ich überhaupt noch Mitglied werden möchte. Denn für ihre Preispolitik gehört die Fitness Company boykottiert, eigentlich sogar „vom Markt genommen“. Wenn sie nicht die nächsten von uns wären und es dort nicht die gemütliche Atmosphäre gäbe.
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3 users commented in " Ich will doch nur Sport für den Winter oder: der Frust mit der Fitness Company "
Follow-up comment rss or Leave a TrackbackHier kann ich nur sagen… in einem vernünftigen Fitnessstudio anmelden.
Fitness kostet heutzutage nicht mehr als 20,- €.
Flexx Fitness bietet z.B. das Basisprogramm, welches 85% der Mitglieder in Fitnessstudios eh nur nutzen zu einem Monatsbeitrag von nur 15,95 an.
Getränke darf man selbst mitbringen wie sich das gehört.
Da Flexx eher kleine Räumlichkeiten bevorzugt kann hier das Publikum selektiert werden.
Bei McFit und Konsorten auf 1000enden von Quadratmetern Grundfläche geht das natürlich nicht und das Publikum ist dann je nach Region schon etwas…. na sagen wir mal … gewöhnlich…
Es ist doch immer wieder erstaunlich wie wenig Geld für die eigene Gesundheit ausgegeben wird. Hingegen wird beim Essen, Urlaub und Auto weniger gespart und das Geld fröhlich ausgegeben. Eine gute Gesundheit kostet heute schon ein wenig, aber an der sollte man als letztes sparen!
Peter, ich denke dass ist der falsche Ansatz. Es muss kein überteuertes Fitnessstudio sein um etwas für die Gesundheit zu tun. Der Besuch bei Fitness First, wie es ja jetzt heißt, ist Luxus. Und das besonders bei deren Preisvorstellungen! Laufen zum Beispiel ist bis auf die Anschaffungskosten eine günstige Alternative!
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