In einer Zeit, in der ich sehr viel gereist bin, habe ich mir das Buch “Die Anstalt” von John Katzenbach gekauft. Der Klappentext versprach einen spannenden Mystery-Thriller, doch leider dümpelt das Buch leider die meiste Zeit in spannungsarmen Gewässern umher.

Dabei verspricht die Story einige gute Momente. Francis Petrel ist vor mehr als zwanzig Jahren in eine psychiatrische Klinik eingewiesen. Mittlerweile ist die Anstalt geschlossen und Francis beginnt seine Erlebnisse aus der Anstalt an die Wände seiner Wohnung zu schreiben. In der Anstalt ging seinerzeit nämlich ein Killer um, was unter den Irren zu mancher Panikaktion führte. Unter den Insassen bekam der unauffindliche Killer den Namen “Engel des Todes” und genau dieser Engel scheint nun noch einmal zurückzukehren um sein Werk zu Ende zu bringen. Er will Francis töten.

Doch was sich hier wie Spannung pur anhört langweilt den Leser gut zwei Drittel des Buches. Es passiert die meiste Zeit gar nichts und Katzenbach verläuft sich in endlosen Ausführungen über das tägliche Leben in der Irrenanstalt. Selbst wenn dann mal etwas außergewöhnliches passiert, stechen die Schilderungen dessen nicht aus dem sonstigen Erzählstil heraus, so dass man keine Gänsehaut bekommen kann.

Erst im finalen Showdown schafft es das Buch den Leser ein wenig in den Bann zu ziehen, doch werden zu diesem Zeitpunkt die meisten Leser “Die Anstalt” bereits enttäuscht zur Seite gelegt haben. Ich rate in jedem Fall von dem Kauf des Buches ab und hoffe beim nächsten Mystery-Thriller etwas mehr Glück zu haben.

[FAKTEN]

Titel: Die Anstalt
Autor: John Katzenbach
Seiten: 748
Verlag: Knaur
ISBN: 978-3426629833
Preis: 8,95 €