Nach dem Erfolg von “Vollidiot” als Buch und als Film, war es eigentlich fast klar, dass Tommy Jaud seine Romanfigur Simon Peters noch einmal zurückkehren lassen wird. Mit seinem neusten Buch, “Millionär” ist ihm eine fulminante Fortsetzung gelungen, die sich hinter seinem Erstlingswerk nicht zu verstecken braucht.

Aber worum geht es eigentlich in “Millionär”. Simon ist immer noch arbeitslos und wirklich dazugelernt hat er auch nichts. Von Hartz IV lebt er in einer kleinen Wohnung, während die Dachgeschosswohnung über ihm gerade renoviert wird und kurz danach eine Nobeltussi einzieht, die ihm das Leben zur Hölle. Als sein Vermieter das Haus in dem Simon wohnt verkaufen will steht für Simon eins fest. Er kauft das Haus, damit er die nervige Mieterin raus schmeißen kann. Also müssen irgendwie 1000000 Euro her.

Ja, die Story ist dünn, aber das ist bei “Millionär” genauso egal wie bei “Vollidiot”. Das Buch lebt von seinem Hauptcharakter Simon Peters und dessen völlig abgedrehtem Leben. Die Situationen die Tommy Jaud seiner Figur auf den Leib geschrieben hat sind einfach nur komisch und es vergeht kaum eine Seite in der man nicht mit Lachkrämpfen zu kämpfen hat.

Um “Millionär” völlig zu genießen sollte man das Vorgängerwerk schon gelesen haben. Zwingend erforderlich ist es nicht. Spaß hat man auch so mit dem Buch. Wer sich allerdings mit “Vollidiot” amüsiert hat, wird noch einmal mehr Freude an “Millionär” haben.

[FAKTEN]

Titel: Millionär
Autor: Tommy Jaud
Seiten: 320
Verlag: Scherz
ISBN: 978-3502110330
Preis: 13,90 €