Langsam ist es mal an der Zeit, unserem Lieblingskaffeehaus einen Bericht zu widmen. Gnislew und ich lieben ja Starbucks. Und das ist nicht mal ironisch gemeint. Ich bin auch immer die erste, die Argumente findet, jemanden trotz der Preise von Starbucks zu überzeugen. Wenn es um Kaffee geht, dann ist Starbucks (wie auch mein Heimmarke Nespresso) ein Luxus, keine Frage. Aber da die meisten anderen Cafés und Padmaschinen eine Beleidung für die menschliche Zunge sind, ist mir dieser Luxus das Geld auch wert.
Und lasst euch nicht täuschen, auch gute Italiener haben Espressomaschinen, aus denen der Kaffee schmeckt, wie schon 100x zu heiß gekocht.

Jedenfalls sind wir regelmäßig bei Starbucks. Und jeder von uns beiden hat sein Speziellgetränk, was er dort gerne bestellt. Wir finden “Grande Latte Macchiato” langweilig. Bei uns muss es gleich der “Triple Grande Iced Latte Macchiato mit wenig Ice” oder der “Grande Café Mocha ohne Sahne und nur halb so viel Schokolade” sein. Oder was auch immer wir uns für nen Einzeiler einfallen lassen.
Inzwischen sind die Sonderbestellungen zur Sucht geworden. Vor allem, weil man die eigentlich gut geschulten Barista total aus dem Konzept bringen kann mit Sonderbestellungen. Nur wenige brauchen keine Wiederholung der Bestellung. Und in ca. 30% der Fälle muss unser Kaffe neu gemacht werden, weil man uns einen falschen Kaffee aushändigt. Und woran liegt das wohl? An den unintelligenten Mitarbeitern von Starbucks.

Starbucks hat extra ein System für Dumme: Kassierer kassiert die Kohle und schreibt die Bestellung inklusive Sonderwünschen auf den Pappbecher. Pappbecher landet beim Barista, der den Kaffee nach Anleitung auf Pappbecher zubereitet. Man könnte denken, dass da nicht viel schief gehen kann.
Aber kann es doch:
1. Kassierer gibt Bestellung mündlich an Barista weiter, der sich die Bestellung so nicht merken kann oder 2. Kassierer findet die Sonderwünsche nicht wichtig genug, sie so an Barista weiterzugeben oder 3. Barista achtet nicht auf Sonderwünsche, weil er lieber mit seinem Kollegen quatscht und nicht genau darauf achtet, was er da zubereitet.
Alles schon passiert. Dabei ist es doch so einfach, wenn man sich an das internationale Starbucks-System hält.

Aber mir ist die Unfähigkeit egal. So lange Barista und Kassierer nicht zusammenarbeiten können, hab ich kein Problem, bei vollem Haus meinen Kaffee zurückgehen zu lassen und einen neuen machen zu lassen, nur weil mir keiner richtig zugehört hat. Im Gegenteil…
Jedenfalls ist das noch ein Grund, der “für” Starbucks spricht. Bei Starbucks wird einem nie langweilig.