… so oder ähnlich müssen Autofahrer(innen besonders) denken, wenn sie sich in Düsseldorf auf den Straßen bewegen, bevor sie eine Straßenbahn schneiden.
Mein Hass auf alles, was mit Autos zusammenhängt, nimmt immer weiter zu, je länger ich schlechten Autofahrern ausgesetzt bin.
Ich habe gerade eine Abenteuerfahrt mit der 706 durch Oberbilk hinter mir. Mit der 706 ist eigentlich jede Fahrt eine Abenteuerfahrt, was vor allem daran liegt, dass die Bahnfahrer auf Teufel komm raus immer die 50 km/h fahren wollen, die erlaubt sind. Das führt in der vollen Stadt tagsüber aber eher dazu, dass die Bahn alle paar Meter vollbremsen und dauerbimmeln muss, weil der Verkehr diese Geschwindigkeit kaum zulässt. Es ist eine echte Katastrophe, vor allem wenn man in dieser Brems-Bahn stehen muss.
Aber heute ist endlich das eingetreten, worauf ich so lange gewartet habe. Auf einer vielbefahrenen Straße, wo sich Autofahrer und Straßenbahn eine Spur teilen müssen, ist die Bahn von einem Auto geschnitten wurden. Es gab ne Vollbremsung der Bahn, aber das wars auch schon. Gehört hat man nicht viel. Aber für ne Riesenbeule im Auto hat es auf jeden Fall gereicht. Mein erster Gedanke, als ich aus dem Fenster geguckt hatte, war “Frau wieder, war ja klar!”. Der Unfall verzögerte die Fahrt um mehrere Minuten, während man auf die Polizei wartete. Das die Frau laut Autokennzeichen vom Land kommen musste, wollte ich nur erwähnen, aber mal nicht kommentieren. ![]()
Bis die Polizei alles aufgeräumt hatte waren beide Spuren blockiert, weil die blöde Kuh zwar zur Seite gefahren ist, aber zur Seite mitten auf die zweite Spur. Die Autos kamen jetzt nur noch über den Bürgersteig vorbei. Das gab einen Stau! Herrlich…!
Die Bahnfahrt ging dann genau so amüsant weiter, mit zwei weiteren Vollbremsungen. Die erste davon hab ich nicht wirklich gesehen… bei der zweiten war es auf jeden Fall wieder die Frau am Steuer des Autos, die so unintelligent war, an einer Stelle die Schienen kreuzen zu wollen, wo Schienen waren mit potentiell darauf fahrenden Straßenbahnen. Das Dauerbimmeln des Bahnfahrers hat weitere Unglücke vermieden. Aber sich mal umzucken, ob die Schienen vielleicht befahren sein könnten, ist ja heutzutage zu viel verlangt.
Das verstehe ich nicht. Du fährst in einer Stadt. In dieser Stadt gibt es viele Schienen. Du fährst auf einer Straße mit solchen Schienen. Da guckst du dich doch sorgfältig nach Straßenbahnen um, oder nicht? Was geht in den Köpfen solcher Leute vor, die das nicht so genau beachten. Vielleicht: “Die Bahn auf Schienen wird schon ausweichen!”?
Aber ich bin ja auch die einzige, die ich kenne, die denkt, dass jeder heute nur noch nach seiner eigenen StVO fährt. Für mich ist Autofahren die absolute Hölle (als Beifahrerin), wenn ich sehe, was auf der Straße gedrängelt, geschoben und egozentrisch (“alle aus dem Weg, hier komme ich”) gefahren wird. Leute, muss euer Leben langweilig sein, wenn ihr es so leichtfertig riskieren möchtet. Aber das ist nur meine Meinung.
Und was ist eigentlich aus der altmodischen Fahrregel geworden, dass man, wenn man an Haltestellen vorbei fährt, Schrittgeschwindigkeit bzw. besser gar nicht fährt, während die Bahn / der Bus steht? Wie oft sehe ich, wie jemand beinahe an der Lindemanstraße angefahren wird, weil die Autos keine Zeit haben, hinter der Bahn zu stoppen bis sie wieder fährt. Irgendwann wird da noch mal jemand angefahren, weil ein Auto doch fährt, ein Mensch der Bahn hinterherrennt und vom Auto mitgenommen wird. Ich sags euch. Vielleicht werde ich ja dieser Mensch sein und endlich mal meinen ganzen Ärger aus jemandem herausklagen können.
Auf dass wenigstens ein Mensch wieder das anwendet, was er ursprünglich in der Fahrtheorie gelernt hat.
Mein Traum wäre folgende Lösung: Frauen und Machos von der Straße.
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