Heute war ich shoppen… oder wir… denn Gnislew hat seine Mittagspause kurzerhand in die Innenstadt verlegt. Ganz oben auf der Shoppingliste standen Handschuhe für große Frauen. Was sind denn Handschuhe für große Frauen fragt ihr euch?
Ganz einfach… Handschuhe, die eine Frau tragen kann, die keine zierlichen Fingerchen hat. Ich bin nunmal 183cm groß und meine ungewöhnlichen weiblichen Proportionen erstrecken sich über die Beine hinaus, nämlich bis hin zu meinen Fingerkuppen. Während große Finger im Alltag durchaus hilfreich sein können, vor allem um dem Vorurteil zu entkommen, dass Frauen wegen ihrer kleinen Hände besser geeignet für bestimmte Haushaltsaufgaben sind [was ich eigentlich nie verstanden habe], sind große Hände an anderen Stellen sehr nervig. Ringe? Besitze ich nur einen… und der war teuer und der musste erstmal angefertigt werden. Und dann das leidige Thema der Handschuhe. Frühzeitiger Wintereinbruch sei Dank stehe ich wieder mal vor dem Dilemma des übermäßigen Frierens an den Händen.
Wir haben heute die Kaufhäuser der Stadt abgebummelt, inklusive Fachgeschäft. Obwohl es sich beim Fachgeschäft um einen Laden für die gehobene Klasse mit Omageschmack handelte. Grausig. Mir hat kein einziger schöner Handschuh gepasst und die Handschuhe in den Männerabteilungen sind unzumutbar – selbst für den stilbewussten Mann. Es sei denn, der stilbewusste Mann hat einen Leder-Fetish… (wenn mir dieser Satz nicht die falschen Klicks auf dem Blog einbringt).
Wie dem auch sei… ich kam nach Hause, ohne einen Cent ausgegeben zu haben. Nun habe ich fast 3 Stunden das Internet abgesürfft. Resultat war, dass ich fingerlose Handschuhe in einer Männerkategorie bei Yatego gefunden habe, in die ich mich sofort verknallt habe. Eine E-Mail an Händler und Antwort darauf später weiß ich immer noch nicht, ob diese Handschuhe wirklich auf Männerhände passen oder ob da einfach nur die Kategorie unüberlegt war (Kundenservice halt). Jetzt sitze ich hier und erwarte eine weitere Antwort auf wiederholte Frage an Händler.
Aber wenigstens ein Resultat gibt es: Gnislew und ich werden die nächsten Tage mit zwei neuen Wintermützen beliefert. Brauchten wir nicht, haben wir jetzt trotzdem. Wie es halt so ist.
… und zu den Brillenfachmänner. Auf dem Weg zu besagtem Handschuhfachgeschäft kamen wir an einer Brillenkette vorbei. Ich konnte es grad so unterdrücken, Gnislew nicht schon wieder damit zu nerven, dass er dringender als dringend eine neue Brille braucht (Diagnose: hässlich, abgenutzt und sowieso nicht typbetont), statt dessen habe ich mit ihm darüber gefachsimpelt, warum eigentlich Brillenfachverkäufer immer auch selbst Brillen tragen? Naja, wir haben nicht gefachsimpelt, eher ich allein. Aber dass ich in der Gegenwart von Gnislew eh ständig Monologe halten muss, daran habe ich mich zum Glück gewöhnt (meinem Alter Ego sein Dank).
Aber die Frage: Müssen diese Verkäufer Brillen tragen auch ohne Fehlsichtigkeit, weil es der Laden so erfordert oder haben sie in ihrer frühen brillenbelasteten Kindheit tatsächlich eine Vorliebe für Gläser entwickelt, so dass sie unbedingt in ihrem späteren Leben Brillen verkaufen wollten. Eine Frage für Galileo Mystery.
So… das war der Senf des Tages. Ihr hört wieder von mir, wenn es neuen Senf gibt.
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