Ich mag ja das vereinigte Königreich. Gerade eben hat es mich für einen breuflichen Kurztrip in die Nähe von London verschlagen und da ich bereits Sonntags anreisen musste, konnte ich auch ein paar Stunden das Leben in der pulsierenden Inselmetropole genießen.
Und was soll man sagen: London ist einfach eine tolle Stadt. Am Dienstag am Flughafen konnte ich zwar von mehreren deutschen Touristen Anmerkungen auffangen, dass London ihnen viel zu groß, zu hektisch und die Bewohner der Stadt ihnen gar nicht sympathisch waren, aber “who cares”? Mein Bild von London ist ein anderes. Ich mag es, dass diese Stadt eben lebt. Immer was los ist und so viele schöne Plätze zu bieten hat. Und wo, wenn nicht in London, setzen sich mittags die Bänker in ihren Anzügen mit ihrem Pausenbrot in den Park?
Aber zurück zum Thema, mit britischer Rockmusik in den Ohren habe ich also am Sonntag Nachmittag die Stadt unsicher gemacht. Ich war ja schon ein paar mal in London und so gab es diesmal auch weniger ein Sightseeingprogramm. Ich schlenderte einfach nur durch das Zentrum der Stadt rund um den Leicster Square, betrieb ein wenig Schaufensterbummel und genoss einfach das Leben in London.
Dabei konnte ich auch einige kuriose Entdeckungen machen. Wird man in Deutschland zum Beispiel schon etwas komisch angeschaut, wenn man mit seiner PSP durch die Straßen zieht, gibt es in London doch tatsächlich einen Laden, in dem einfach nur ein paar Sitzsäcke stehen und man sich dort zum “Monster Hunter” spielen trifft. Auch habe ich einen “Guitar Hero”-Arcadeautomaten gefunden? Ja richtig, so ein Spielautomatending, wo man Geld rein schmeißt um zocken zu können. Für einen Pfund, darf man dann genau ein Lied rocken.
Das schrägste Erlebnis hatte ich allerdings in der U-Bahn von London. London ist ja immer von vielen Touristen besucht. So kommt es, dass in der U-Bahn immer ein wildes Sprachendurcheinander herrscht. Das sollte eigentlich auch den beiden deutschen Mädels aufgefallen sein, die mir während einer U-Bahnfahrt gegenüber saßen. Scheinbar, war dies ihnen aber nicht bewusst. Oder wie erklärt ihr auch, warum die beiden lautstark darüber philosophierten, wie sich ihre Brüste im Schlaf verhalten? Das sind einfach Dinge, die ich nicht wissen will und ich bin mir ziemlich sicher, dass die Diskution den beiden ziemlich peinlich gewesen wäre, wenn ich irgendeinen Kommentar dazu abgelassen hätte.
Und mit noch einem Vorurteil über England muss ich hier jetzt mal aufräumen. Von wegen man kann in England nicht vernünftig essen. Doch man kann es und das nicht etwa bei einer der vielen weltweit operierenden Fastfoodketten, sondern auch anderswo. Zum Beispiel bei Wagamama. Hier gibt es gutes Essen, zu fairen Preisen! Für mich immer wieder eine gute Wahl, wenn es darum geht in London einen Platz zum sättigen zu finden.
Naja, schlussendlich hat mir dieser kurze Ausflug nach London wieder einmal bestätigt, dass ich irgendwann mal ins vereinigte Königreich auswandern möchte. Und eines steht definitiv fest: London ich komme wieder.
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